"Gedenkbuch" der Gefallenen und Vermissten 
der Stadt Trier im 1. Weltkrieg  

Gegenstand dieser Seiten sind die Opferlisten verschiedener Trierer Pfarreien und Pfarrgemeinden, die ihre verstorbenen Mitglieder statistisch erfassten. Die Listen der Pfarreien und der Bürger, die ihre verstorbenen Familienmitglieder ebenfalls angeben mussten, wurden auf direktem Weg und so schnell wie möglich an den Oberbürgermeister der Stadt Trier gesandt.

Am 17. April 1930 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen im Rathaus eine Gedenktafel anzubringen, auf der die Namen im Weltkrieg Gefallenen Beamten, Lehrer, Angestellten und Arbeiter der Stadt Trier verzeichnet werden sollen.
Anschließend beabsichtigte die Verwaltung ein Gedenkbuch anzulegen, in das die Namen aller im Weltkrieg gefallenen Einwohner eingetragen werden. In das Gedenkbuch wurden aber nicht nur die Verstorbenen erfasst sondern auch diejenigen Kriegsteilnehmer, die nach dem Krieg noch an Verwundungen oder im Krieg erworbenen Krankheiten gestorben sind. 
Da die städtische Verwaltung keine vollständigen Aufzeichnungen über die Gefallenen besitzt, kooperierte sie mit den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden sowie mit der israelitischen Gemeinde wegen Überlassung des ihnen zur Verfügung stehenden Materials. Unter anderem richtete die städtische Verwaltung an alle Bürger die dringende Bitte, sie über ihre gefallenen Angehörigen zu informieren und deren persönlichen Daten anzugeben, da man davon ausging, dass auch die Pfarreien nicht über alle Todesfälle 

Ausschnitt aus dem Trierischen Volksfreund vom 29. April 1930
"Das Gedenkbuch" der Stadt Trier
"Als Gedächtnis der im Kriege gefallenen Soldaten aus unserer Stadt gedacht, wird nur die Namen und Gefallenen enthalten, die ehemals Trierer Bürger waren bzw. deren Angehörige bei Kriegsende in Trier wohnten. Die Namen der Gefallenen die ihren Wohnsitz Elsass-Lothringen hatten und deren Angehörigen nach dem Kriege von dort verdrängt und ausgewiesen wurden, werden in dem Buche nicht aufgenommen. Es ist für die Angehörigen jener Gefallenen recht bitter, zumal die ja heute zehn und mehr Jahre Bürgerrecht in Trier besitzen, und sicherlich findet sich auch ein Weg, auch deren gefallenen Heldensöhnen ein Plätzchen in dem Buche zu widmen. Allzu viel Raum beanspruchen ja jene Toten nicht, aber den kleinen Platz möge ihnen die Stadt Trier widmen, für die sie auch mitgekämpft und gelitten und ihre Leben hingegeben haben."
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