Die
Novemberrevolution in Trier und Umgebung,
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Der Ausgangspunkt dieser Revolution war die Verwirklichung
eines Zieles der Sozialdemokratie: Die Bindung der Regierung an das
Parlament. Damit war das Ziel ,als stärkste Fraktion im Reichstag die
Regierung zu stellen näher gerückt. In der Nacht auf den 9.November
zogen fremde Soldaten in Trier ein. Sie besetzten Bahnhöfe,
Postsammelstellen, Hauptpost und befreiten die Gefangenen aus den Militär- und Zivilgefängnissen.
Die Trierischen Soldaten, die mit den Zügen ankamen, wurden von den fremden Soldaten entwaffnet. Diese leisteten
keinen Widerstand, da sie sich ein Ende des Krieges herbei gesehnt hatten. Die bereits entwaffneten
Trierischen Soldaten zogen
durch die Straßen, um wiederum ihre Landsleute dazu aufzufordern ihre Waffen niederzulegen. In Zeitungsartikeln dieser Zeit wurde immer wieder an die
aufgewühlten Leser appelliert, Ruhe zu bewahren und die Ordnung aufrecht
zu erhalten um der Revolution einen reibungslosen Verlauf zu gewährleisten.
Das bedeutet, dass das Volk weiterhin seiner Arbeit nachgehen soll, insbesondere die Bauern, da
sonst die Lebensmittelversorgung nicht gewährleistet werden kann. Durch
das Eintreffen der fremden Soldaten wurden dem Kaiser Teile seiner
Privilegien entzogen (zum Beispiel die Aufhebung der Briefzensur) weil der Arbeiter- und Soldatenrat die Macht
in Trier übernommen hatte. Am selben Abend fand eine Volksversammlung statt, in der Adolf Langenbach den Vorsitz hatte. Der Versammlung saßen vor allem Soldaten bei. Das Ziel der Volksversammlung war es das Ende des Krieges herbeizuführen. Am 11.11.1918 erfolgte dann der Waffenstillstand. Das Volk war verärgert über den Kaiser, da es dachte das er die Schuld am Krieg trug. Die Missgunst des Volkes führte dazu, dass der Kaiser und der Reichskanzler Max von Baden am 09. November 1918 abdankten. Danach rief der SPD-Abgeordnete Scheidemann am 11.November in Berlin die Republik aus. |
In Trier kursierten die Gerüchte, dass das Trierische Volk aus Deutschland austreten wolle, das war jedoch eine Lüge, sie wollten nur aus Preußen austreten, da die Rheinländer sich von Preußen unterdrückt fühlten und Preußen unter protestantischer Herrschaft stand, Trier aber unter Katholischer. Am 12.11.1918 hat das Volk Angst das ihre Regierung bolschewistisch ist. Denn die Feinde sagen, dass sie nicht mit einer bolschewistischen Regierung verhandeln möchten. Zudem nahm sich an diesem Tag der Arbeiter- und Soldatenrat die Kontrollfunktion gegenüber der Stadtverwaltung, Kommunalbehörden und militärischen Dienststellen in Anspruch. Der Rechtsanwalt Dr. Schwenger, der am selben Tag aufgenommen wurde, war der Vertreter der katholischen Bevölkerung. Mit der Beteiligung des Arbeiter- Soldatenrats an dem Wohlfahrtsausschuss, der am 13.12.1918 gegründet wurde, ließ er sich endgültig von einer revolutionären Vorhut zur Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu einem Mitkoordinator anfallender Verwaltungsaufgaben umwandeln. Dr. Schröder wird zum Liquidator des Trierer AuS-Rats ernannt und erlässt am 18.11. gemeinsam mit der Stadtverwaltung einen Aufruf wonach "alle Eingaben zukünftig nicht mehr an den Arbeiterrat, sondern an städtische Dienststellen zu richten" seien. |