Die Stimmung der Trierer Bevölkerung bei Ende das Krieges

Aufgrund von Zeitungsartikeln und Anzeigen der Trierer Zeitung aus dem Jahre 1918 lässt sich Folgendes sagen:








Lebensbedingungen der Trierer Bürger im und zu Ende des 1 Weltkrieges:

Briefzensur Unterstützung des Heeres Hungerblockade Die Grippe
Neben dem Einziehen von Gefangenenbriefen aufgrund feindlicher Spionageerfolge waren auch die Bürger einer starken Briefzensur unterstellt. Die Stellungnahme wurde im letzten Kriegsjahr lauter und so fiel die Zensur am 9. November zum Ausbruch der Revolution.  Die Bevölkerung war dazu aufgerufen Laub zu sammeln, da es Futternot an der Front gab, oder andere dem Heer behilfliche Abgaben zu leisten. Am 1. August erschien in der Trierischen Zeitung folgende Anzeige:
"Ein Volk - ein Wille zum Sieg! Darum trage jeder seinen Teil zur Stärkung der Heimatfront durch Abgabe entbehrlicher Anzüge für die Landwirtschaft und kriegswichtigen Betriebe."
Andere ähnliche Anzeigen sind in fast jeder Ausgabe zu finden.
 Die Abgabe von Nahrungsmitteln war geregelt. Die Brotration war gering. Die Kartoffelernte war rar und Obst und Gemüse wurde auf dem Markt verkauft und richtete sich nach dem verfügbaren Angebot.
Die für den 19. August geplante Brotrationserhöhung blieb aus und die erste Fleischlose Woche begann. Die Bürger hatten unter harten Bedingungen zu leben und mit ständigen Enttäuschungen zu rechnen.
Anfang Oktober nimmt in ganz Deutschland eine Grippewelle ihren Lauf. Ab Ende Oktober ist auch Trier merklich davon betroffen: "  beginnt auch bei uns gefährlichen Charakter anzunehmen und Opfer zu fordern. Man versäume daher nicht, vorkommenden Falles   rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen." (TZ, 18. Oktober). Im November sind Einschränkungen in Betrieben und Verwaltungen unumgänglich. Die Grippe fordert auch Todesopfer, was die Stimmung in der Stadt verschlechtert.
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