Zeichnung von Kriegsanleihen zur Finanzierung des Krieges

"Wir haben Hindenburg unser Vertrauen geschenkt, wir wollen für Hindenburg die neue Kriegsanleihe zeichnen"
"Die Kriegsanleihe ist die sicherste Kapitalsanlage"
"Kriegsgeld, Kriegsanleihe! Das Gold soll uns die eiserne Mauer bauen, die wir zwischen unseren Lieben im Felde und unseren blutgierigen Feinden aufbauen."
"Wir aber, deutsche Brüder und Schwestern in Stadt und Land, wir wollen dem Reich durch die Kriegsanleihe die eiserne Schutzwehr zum Entscheidungskampf und Sieg bauen helfen - dem Vaterland zur Wehr und Gott zur Ehr, der seine Deutschen nie verlässt."

Die Grundidee:

Das Reich lieh sich Geld bei der Bevölkerung und zahlte dieses verzinst zurück. Der Zeichnungspreis lag  2% unter dem Nennwert der Anleihe. Der Zinssatz betrug 5%, wobei die Kriegsanleihe von Seiten des Reiches bis zum 1. Oktober 1924 unkündbar war. Von Seiten des Zeichners war die Anleihe jederzeit verkäuflich, d.h. der Zeichner konnte im Prinzip jederzeit über das Geld verfügen, wenn er einen Käufer fand, was jedoch aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Staates nahezu ausgeschlossen war ( z.B.: Inflation 1924 ).

Die Kriegsanleihen trugen neben dem Verbrauch des früher gesammelten Kriegsschatzes und der Einführung neuer Steuern zur Deckung der Kriegskosten bei.

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