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für den Geschichtsuntericht an weiterführenden Schulen mit Schwerpunkt Regionalgeschichte des Trierer Raumes
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Übersicht über aktuelle Wettbewerbe

NEU!Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Erinnerung sichtbar machen - 80 Jahre Reichspogromnacht
NEU!Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2018/2019

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"So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch"
Start im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2018/2019 wurde mit dem 01.09.2018 gestartet. An diesem Tag gab Bundespräsident Steinmeier das Wettbewerbsthema 2018/2019 offiziell bekannt. Es lautet: "So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch". Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Er will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. Ausgeschrieben wird der Geschichtswettbewerb zu wechselnden Themen in einem zweijährigen Turnus. Sonderpreise vergeben bei der diesjährigen Ausschreibung die GEOlino-Redaktion und die WDR-Geschichtsredaktion. Das bereits bekannte Preissystem der Körber-Stiftung mit Bundes- und Landespreisen sowie Förderpreisen wurde unverändert beibehalten.

Bankenkrise, Flüchtlingskrise, Krise der Demokratie: Die Krisenerfahrung scheint in Deutschland und Europa allgegenwärtig zu sein. Zeiten beschleunigten Wandels aufgrund politischer, wirtschaftlicher und sozialer Umbrüche gehen mit Verunsicherungen und verstärkten Orientierungsbedürfnissen einher. Der Begriff »Krise« beschreibt den Moment einer schwierigen Situation, welcher eine entscheidende Wende mit sich bringt – ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt diese in verschiedenen Bereichen (Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Umwelt, Gesundheit usw.) und zu allen Epochen (z. B. Märzrevolution 1848/49 oder November-Revolution 1918, Weltwirtschaftskrisen wie 1857 oder 1929, Studentenbewegung 1968, Tschernobyl 1986, »Spiegel-Affäre« 1962, Mauerfall 1989 usw.). Mit Krisen wurde unterschiedlich umgegangen: die Bewältigung der Krise konnte Chance für einen Aufbruch und Neuanfang sein, aber auch das Scheitern des Umbruchs zu entsprechenden Folgen führen.

Epochale Ereignisse wie Kriege und die Verfolgung von Minderheiten haben bis tief hinein in Familienbiografien Verwerfungen und Umbrüche hervorgerufen. Durch große Migrationsbewegungen ausgelöste Veränderungen sind häufig als krisenhaft wahrgenommen worden. Auch in Kunst und Sport lassen sich Krisenzeiten (z. B. während der Zeit von Diktaturen oder im Umgang mit Diktaturen) ausmachen. Die meisten Krisen strahlen weit aus und beeinflussen das Leben der Menschen vor Ort – bis heute. Krisen und Umbrüche können punktuell sein oder weit ausstrahlen und das Leben der Menschen tiefgreifend und langfristig beeinflussen. Die historische Spurensuche zum Umgang und zur Wahrnehmung von Krisen, Umbrüchen und Aufbrüchen vor Ort fordert dazu auf, die jeweiligen Handlungsmöglichkeiten der Menschen in den Blick zu nehmen, ihre Reaktionen auf Ausnahmezustände nachzuvollziehen, und zu prüfen, welche Auswirkungen eine erfolgreiche Bewältigung oder ein Scheitern für das Zusammenleben hatten. Anhand der historischen Beispiele können heutige Chancen und Grenzen für Engagement und Mitwirkung für eine friedliche Lösung von Krisen und Umbrüchen reflektiert werden.

Die Quellenlage zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen und Umbrüchen ist meist gut. Es lassen sich in kommunalen, staatlichen und privaten Archiven auf dem Lande oder in der Stadt Quellen zu Versorgungskrisen, Revolutionen oder Umstürzen finden. Parlamentsdokumentationen, Zeitungsberichte, Chroniken, Karikaturen und Plakate bieten Material zur Auswertung. Hinzu kommen (auto-)biografische Quellen wie Tagebücher, Briefe usw. sowie für das 20. Jahrhundert die Möglichkeiten der mündlich erzählten Geschichte (Oral-History), die eine Erforschung von Traditionsbrüchen, Krisen und Wendepunkten aus erfahrungsgeschichtlicher Perspektive ermöglichen.


Weitergehende Informationen zum Wettbewerb bietet die Website der Körber-Stiftung:
https://www.koerber-stiftung.de/geschichtswettbewerb/teilnehmerbereich
https://www.koerber-stiftung.de/geschichtswettbewerb/tutorenbereich

2018 Plakat

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Weitere Hinweise:

Hinweise zu aktuellen Wettbewerben im Fach Geschichte finden sich auf dem rheinland-pfälzischen Bildungsserver unter:
http://geschichte.bildung-rp.de/wettbewerbe.html 

Der Geschichtswettbewerb um den Preis des Bundespräsidenten hat außerdem eine eigene Seite, die über
http://bw-geschichte.bildung-rp.de/ erreicht wird.
Kriterien, nach welchen gute und nützliche Wettbewerbe erkannt werden können, bietet die KMK auf ihrer Seite: http://www.kmk.org/bildung-schule/allgemeine-bildung/sonstiges-einzelfragen/schueler-und-jugendwettbewerbe.html.
Möglichkeiten zur Verbindung einer Wettbewerbsarbeit, insbesondere im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, mit einer Facharbeit oder Besonderen Lernleistung enthalten die folgenden Ausführungen von Herrn Kai Willig (RFB Westpfalz): http://rfb.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/rfb.bildung-rp.de/Wettbewerbsarbeit__Facharbeit__Besondere_Lernleistung.pdf.
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